Der Infobereich mit den wesentlichen Aspekten zu orthopädischen Maßeinlagen

Pressetext "Der Fuss"

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Maßnehmen für gesundes Laufen

(originaler Pressetext aus der Fachzeitschrift "Der Fuss" von 02/2015)

 

Es heißt, der Mensch umrundet im Laufe seines Lebens zwei- bis viermal zu Fuß die Erde. Orthopädieschuhmacher wie Sascha Andreas sorgen mit maßgefertigten Schuheinlagen dafür, dass auch bei Fußfehlstellungen kurze und lange Wege schmerzfrei zurückgelegt werden. Um die Einlage der Anatomie des Fußes ideal anpassen zu können, muss aber erst einmal der Fuß richtig erfasst werden.

 

Ob eine Fehlbelastung durch zu große oder zu kleine Schuhe, ob angeborene oder unfallbedingte Fehlstellungen - Fußprobleme wirken sich auf den gesamten Körper aus. Denn durch die Überlastung der Gelenke und Knochen verändert sich die Struktur des Fußes und somit die gesamte Körperhaltung. Die Folge: Fuß-, Knie-, Hüft- und Rückenschmerzen.

 

Orthopädieschuhtechniker sorgen mit gezielten Maßnahmen - wie zum Beispiel einer maßgefertigten Einlage - dafür, dass beschwerdefreies Gehen wieder möglich wird. Denn vor allem bestehende Schmerzproblematiken - etwa bei Knick-, Senk- oder Spreizfüßen - werden durch die orthopädieschuhtechnische Versorgung schnell gelindert. Darüber hinaus dienen Einlagen bereits der Vorbeugung von Fußfehlstellungen.

 

Ursachen der Beschwerden erkennen und lindern

 

Gerade bei jungen Menschen weisen einseitig abgenutzte Schuhe auf eine Fußfehlstellung hin. „Unsere Aufgabe ist es, die Ursache der Beschwerden auszumachen, um anschließend beurteilen zu können, an welchen Stellen der Fuß entlastet, stabilisiert und gedämpft werden muss“, erklärt Orthopädieschuhmachermeister Sascha Andreas. Dabei greift der Geschäftsführer der Andreas & Co. Orthopädieschuhtechnik GmbH aus Wuppertal seit vielen Jahren auf den Trittschaum von Spigron Spin zurück, den das Gronauer Unternehmen in verschiedenen Härten produziert.

Pressetext aus der Fachzeitschrift "Der Fuss"

„Es ist auch möglich, mit Hilfe eines so genannten Blauabdrucks, einer Art Stempelkissen für Füße, die Verteilung der Druckstellen an der Fußsohle sichtbar zu machen“ so Andreas. „Diese Methode ist aber nicht ganz genau.“ Stattdessen erstellt er mit dem hochviskosen Trittschaum präzise dreidimensionale Formabdrücke der Füße im halb oder voll belasteten Zustand. Sie offenbaren detailgetreu die individuellen Formen und Belastungsverhältnisse der Füße und bilden die Grundlage für die zu fertigenden Einlagen. Die sorgen beim Tragen des Schuhs schließlich für eine gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts, korrigieren Belastungsmomente und minimieren Druckspitzen.

 

„Bei Sport treibenden Patienten, die Einlagen für ihre Turnschuhe benötigen, nutzen wir auch ein mit Sensoren bestücktes Laufband, um die individuellen Problemzonen des Fußes zu messen“, so Andreas. Für eine grundlegende orthopädische Fußanalyse setzt der Orthopädieschuhmachermeister aber trotz des vermehrten Einsatzes digitaler Geräte auf den Klassiker Trittschaum.

 

Leichte Handhabung - optimale Ergebnisse

 

Für eine besonders leichte Handhabung werden Trittschäume bereits gebrauchsfertig in Einweg-Trittschachteln aus Karton geliefert. Doch: Der Trittschaum - ob als ‚normale' oder weichere Variante - gibt jeder Bewegung leicht nach. „Um den Abdruck nicht zu verfälschen, ist es wichtig, dass der Patient mit seinen Füßen nacheinander senkrecht und gleichmäßig in den Trittschaum einsinkt. Daher wird der Abdruck im Stehen genommen. Für ältere Patienten oder jene mit Gleichgewichtsproblemen haben wir eine Stangenhalterung angebracht, an der sie sich abstützen können“, erläutert der OSM das Vorgehen. Zudem achtet Andreas darauf, dass der Patient seine Zehen nicht einkrallt, da sonst ein falscher Abdruck des Fußes im Trittschaum zurückbleibt. „Anschließend drücke ich die Zehen mit den Fingern vorsichtig vom Spann aus nach, sodass der Fuß in seiner ganzen Form im Trittschaum abgebildet ist“.

 

Je nach geplanter Einlage ist ein Abdruck entweder in Voll- oder Teilbelastung sinnvoll: „Benötigt der Patient eine Einlage mit einem hohen Korrekturgrad, empfiehlt es sich, einen Abdruck in Teillast zu nehmen, da sich der Fußabdruck dann näher an der Neutralstellung befindet“, so Andreas. Um hingegen die stark abgesackten Bereiche eines Senk-Spreizfußes genau abbilden zu können, muss als Grundlage für eine Weichpolstereinlage ein Abdruck unter Vollbelastung erfolgen.

 

Sowohl bei der teil- als auch bei der vollbelasteten Vorgehensweise bleibt eine gleichmäßige und konstante Vertiefung über die gesamte Trittfläche nach dem Heraustreten bewahrt. „Die entstandene Negativform können wir anschließend ganz einfach einscannen und zu einer plastischen Abbildung des Fußes weiterverarbeiten“, erklärt Andreas die nächsten Arbeitsschritte.

 

Schonendes Messverfahren

 

Der weichere Trittschaum wird etwa bei der orthopädischen Versorgung an Diabetes erkrankter Patienten genutzt. Bei der Anwendung hilft eine sterile Folie oder ein Wundverband, den direkten Kontakt verletzter, offener oder nässender Hautstellen mit dem Trittschaum zu vermeiden. Dabei verfälschen weder die Verbände noch normale Baumwollsocken oder Nylonstrümpfe die Abdruckgröße. „Vielmehr gewinnen wir so ein zusätzliches Maß für die Einlagenform. Schließlich soll die fertige Einlage beim Tragen nicht unnötig drücken“, betont Andreas.

 

Praktisch ist, dass Hersteller ihre Trittschäume in verschiedenen Farbtönen liefern, sodass die unterschiedlichen Härtegrade erkennbar sind. Je nach Fußlänge und -breite des Patienten kann der Orthopädieschuhmacher die passende Trittschale in den Größen Standard bis Large wählen. Letztere Einheit umfasst eine Länge von 340 Millimetern. Der Lieferant von OSM Andreas stellt auf Anfrage den Trittschaum auch in Sondergrößen her, damit jeder Fuß ausreichend Platz findet.

 

Schuhe nach Maß

 

Wo einfache Einlagen nicht mehr helfen, bieten individuell angefertigte Maßschuhe den richtigen Halt - etwa bei Menschen, deren Füße stark deformiert sind. „Für den Leistenbau empfiehlt sich dann eine Kombination aus Trittschaum und Gips“, so Andreas und beschreibt weiter: „Zunächst werden die Füße abgegipst und anschließend samt Gips im Trittschaum positioniert, um ein maximal genaues Abbilden der Fußform auf plantarer Seite zu gewährleisten.“

 

Wie bei den Einlagen sind somit auch die maßgefertigten Schuhe an die Fußanatomie des Patienten und die spezielle Fehlstellung angepasst, um eine optimale Stützung, Führung und Dämpfung der belasteten Füße zu garantieren.

 

tom